Pfarrei Billenhausen

Pfarramt Neuburg/Ka.
Mühlstraße 3
86476 Neuburg
Tel.: 08283/322
Fax: 08283/998327


Pfarrkirche St. Leonhard

Pfarrkirche St. Leonhard

Bereits im späten Mittelalter hatte die Billenhauser Pfarrkirche St. Leonhard, damals noch als Kapelle, hohen Bekanntheitsgrad als Wallfahrtsort für Pferde und Reiter. Auch heute noch heißt sie, frei am nördlichen Ortsrand von Billenhausen stehend, jeden Willkommen, der auf dem Weg durch das weit geschwungene Kammeltal an ihr vorbei kommt.

Geschichte


Chorraum in
St. Leonhard
Der Ursprung der Billenhauser Pfarrkirche St. Leonhard liegt im 14. Jahrhundert, als Hans Diether der Ältere v. Billenhausen und seine Frau aus Almosen eine Kapelle zu Ehren der Dreifaltigkeit und des Heiligen Leonhard erbauten. Bereits im Jahre 1460 wurde diese durch Abt Ulrich Seckler aus Ursberg komplett erneuert. Der Turm wird 1474 erstmals erwähnt. Gut dreihundert Jahre später, im Jahre 1781 wurde das Kircheninnere komplett erneuert und auch mit neuen Altären und neuem Gestühl ausgestattet. Billenhausen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus, die sich im Südwesten des Dorfes befand. Diese wurde jedoch 1807 abgerissen. St. Leonhard wurde damit zur offiziellen Pfarrkirche erhoben. Bei einer eingehenden Renovierung 1865 wurde die Langhausdecke ersetzt. Die Deckenfresken gestaltete damals der Billenhauser Johann Baptist Zahler. 1918 erhielt die Kirche eine komplette Neurokokoausmalung mit Fresken und Malereien durch die Gebrüder Haugg.

Hochaltar und Deckenfresko


Hochaltar

Deckenfresko
Das Altarbild über dem Hochaltar zeigt den Heligen Leonhard als Fürbitter der Notleidenden vor der Muttergottes mit dem Jesuskind. Das Gemälde stammt von Franz Xaver Stähle. Links des Hochaltarbildes steht die Figur des Heiligen Augustinus mit Mitra, Stab und brennendem Herzen. Rechts steht die Figur des Heiligen Norbert von Xanten mit Monstranz, Hostie und Stab.

Das Deckenfresko der Langhausdecke zeigt die Geburt Jesu und die Anbetung der Hirten. Es wurde 1918 durch die Gebrüder Haugg aus Ottobeuren angefertigt.


Muttergottes und Heiliger Leonhard


Muttergottes

Heiliger Leonhard
Die Muttergottes in der Billenhauser Pfarrkirche stammt noch aus der ehemaligen Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus. Ausgestattet mit einer goldenen Krone, ihre Auszeichnung als Himmelskönigin, steht sie unter einem blauen Baldachin und hält das Jesuskind, ebenfall mit goldener Krone, auf dem Arm.

Auf dem rechten Seitenaltar befindet sich eine Figur des Heiligen Leonhard, dem Kirchenpatron. Der Heillige Leonhard, hier als Tonfigur mit Abtstab und Buch ausgeführt, war ursprünglich der Patron der Gefangenen, später auch der Patron des Viehs und der Landwirtschaft und dort im besonderen der Pferde. Seine Geschichte begann im 11. Jahrhundert, wo er als Einsiedler in einem Wald bei Limoges lebte. Ihm werden während seines enthaltsamen, gottesfürchtigen Lebens viele Wunder zugeschrieben.

Gordian und Epimachus


Hl. Epimachus

Hl. Gordian
Auch die Figuren des Heiligen Epimachus und des Heiligen Gordian stammen aus der ursprünglichen Billenhauser Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus. Beide stellen Märtyrer dar, die für ihren Glauben in den Tod gegangen sind. Epimachus wurde im Jahre 251 hingerichtet, weil er sich trotz grausamer Folter weigerte dem christlichen Glauben zu entsagen. Gordian (Gordianus) ereilte das gleiche Schicksal, er wurde im Jahre 362 für seine Standhaftigkeit im Glauben gefoltert und enthauptet. Die Reliquien der beiden Märtyrer wurden im Jahre 774 von Rom in das Benediktinerkloster Kempten überführt.