Pfarrei Langenhaslach

Pfarramt Neuburg/Ka.
Mühlstraße 3
86476 Neuburg
Tel.: 08283/322
Fax: 08283/998327


St. Martin

Pfarrkirche St. Martin

Wie eine Festung Gottes steht die Langenhaslacher Pfarrkirche St. Martin erhöht über einem der schönsten kirchlichen Dorfkerne der Umgebung. Zusammen mit Pfarrhaus und Pfarrstadel bildet sie eine ausgewogene und doch kontrastierende architektonische Einheit, die eine angenehme Ruhe und Festigkeit ausstrahlt.

Geschichte


Pfarrkirche St. Martin
Die Geschichte der heutigen Pfarrkirche St. Martin begann im Jahre 1737 mit der Grundsteinlegung durch Abt Johannes Evangelist Haller von Ursberg. Der spätgotische Glockenturm dagegen ist bedeutend älter. Er stammt noch aus der Zeit der Vorgängerkirche, seine Bauzeit dürfte um 1474 liegen. Die Geschichte dieser Vorgängerkirche lässt sich bis in die Mitte des 14. Jh. zurück verfolgen, als der Kirchensatz, der 1348 von Karl IV als Lehen in den Besitz von Heinrich Ellerbach zu Neuburg kam, dem Kloster Ursberg als Geschenk übergeben wurde. Ausgrabungsfunde lassen an der Stelle der heutigen Kirche sogar eine erste Kirche um das Jahr 1200 vermuten. Die Kirche wurde seither mehrmals umfassend renoviert oder neu ausgestaltet. So wurde sie 1798 im Zuge einer umfangreichen Erneuerung vom Krumbacher Maler Franz Josef Stehle neu ausgemalt. 1906 fand ein Umbau im neuromanischen Stil statt. Aus dieser Zeit stammt auch das Deckengewölbe im Chorraum. 1968 erhielt das Langhaus ein neues Deckengemälde. Zuletzt wurde 1990 das gesamte Kircheninnere von Grund auf saniert und renoviert. Im Zuge dieser Renovierung wurden auch der neuromanische Hochaltar und die Seitenaltäre neu rekonstruiert. Ihre Segnung erfolgte 1993 (Hochaltar) und 1994 (Seitenaltäre).

Hochaltar


Hochaltar

Hl. Paulus
Der sehr schöne Hochaltar in der Pfarrkirche St. Martin erstrahlt seit seiner Rekonstruktion in den 1990er Jahren in neuem Glanz, und hat so maßgeblichen Einfluss auf das helle, freundliche Kircheninnere. Das Hochaltarbild zeigt die Kreuzigung Jesu, ein Werk des Edelstetter Malers Johann Nepomuk Weckerle von 1848.
An der linken Seite des Hochaltares steht der Hl. Petrus mit Buch und Schlüssel, an der rechten Seite der Hl. Paulus mit Buch und Schwert. Das Auszugsbild über dem Altarbild zeigt den Hl. Martin mit seinen bischöflichen Insignen, Mitra und Stab.


Seitenaltäre


Linker Seitenaltar

Rechter Seitenaltar
Auch die Seitenaltäre wurden zusammen mit dem Hochaltar komplett rekonstruiert, bzw. erneuert. So ergänzen sie sich mit dem lichten Chorraum zu einem wunderbar einheitlichen Gesamtbild. Das Gemälde am linken Seitenaltar zeigt die Heilige Maria (Immaculata). Davor steht die Figurengruppe der Heiligen Familie, Mutter Anna mit Maria, Josef, und dem Jesuskind. Das Gemälde am rechten Seitenaltar zeigt den Heiligen Josef, der das Jesuskind liebevoll auf dem Arm trägt (Franz Xaver Steinle, 1883). Unter dem Bild steht die Figur des Heiligen Franz von Assisi, in Demut nach unten blickend, mit Kreuz und Rosenkranz in der Hand.
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Jesus am Kreuz


Jesus am Kreuz
(Chr. Rodt, um 1620)

Jesus am Kreuz von
Pfarrer Xaver Fischer
Die Langenhaslacher Pfarrkirche beherbergt zwei besonders beeindruckende Kruzifixe. Das Kreuz an der vorderen Südseite des Langhauses stammt vom Neuburger Bildhauer Christoph Rodt (um 1575 - 1634). Es besticht durch seine außergewöhnlich realistische Darstellung des gekreuzigten Jesus. Das Kreuz über dem Chorbogen ist ganz besonders mit Langenhaslach verbunden, stammt es doch vom ehemaligen Pfarrer Xaver Fischer, der es um 1910 selbst anfertigte. Es nimmt durch seine fast überschwängliche Ausschmückung eine besondere Stellung ein, indem es die Leiden der Kreuzigung hinter sich lässt, und den Dank an Jesus Christus für die Erlösung durch seine Leiden am Kreuz ausdrückt.

Kirchenpatron Sankt Martin


Hl. Martin
Im linken Chorbogen steht die Figur des Sankt Martin, des Patrons der Langenhaslacher Pfarrkirche. Die Figur in der Pfarrkirche ist erst wenige Jahre alt, die Geschichte des Heiligen Martin dagegen ereignete sich bereits im 4. Jahrhundert. Ursprünglich von seinem Vater in den Militärdienst gezwungen, erkannte er die Unsinnigkeit des Krieges und fand zum christlichen Glauben. Er gilt als Begründer des ersten Klosters des Abendlandes und versuchte Zeit seines Lebens als Einsiedler in Enthaltsamkeit zu leben. Die Geschichte in der Sankt Martin seinen Mantel mit dem Schwert zerteilt, und die abgeschnittene Hälfte einem Bettler gibt, ist jedem bekannt. Aber auch zur Martinsgans gibt es eine Überlieferung. Martin sollte im Jahre 371 zum Bischof ernannt werden, wozu er sich aber nicht als würdig empfand. So soll er sich, um dieses Amt nicht antreten zu müssen, bei den Gänsen versteckt gehalten haben, deren Geschnatter ihn aber verriet. So wurde er doch noch Bischof, und bekam zu seinen Insignien Mitra, Bischofsstab und Buch auch noch eine Gans dazu.