Pfarrei Neuburg

Pfarramt Neuburg/Ka.
Mühlstraße 3
86476 Neuburg
Tel.: 08283/322
Fax: 08283/998327


Pfarrkirche
Mariä Himmelfahrt

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Ob man aus dem Kammeltal hinauf zur Neuburger Pfarrkirche blickt, oder von der Kirche hinab ins Kammeltal, beides ist ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Erhaben und festlich steht die Kirche auf einem Landvorsprung über dem Markt Neuburg an der Kammel.

Die Geschichte


Chorraum
Mariä Himmelfahrt
Die Geschichte der Neuburger Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt begann am Ende des 16.Jahrhunderts. Ferdinand Vöhlin von Frickenhausen (1556 – 1603) ließ sie ab 1593 erbauen. Im Jahre 1733 hielt unter dem Edelstetter Baumeister Simpert Kraemer der Barock Einzug in das Gotteshaus. Es entstand ein mit feinen, reichhaltigen Fresken und Stuckarbeiten ausgestattetes Kircheninneres, das die tiefe Religiösität sowohl der damaligen Zeit im Allgemeinen, als auch der Bauherren und Baumeister im Besonderen, zum Ausdruck brachte. 1971 und 1974 erhielt die Kirche in einer grundlegenden Renovierung und dem Bau einer neuen Sakristei ihr heutiges Aussehen. Der untere Teil des Glockenturmes stammt noch Original aus dem Mittelalter.



Die Kreuzabnahme


Kreuzabnahme
von Christoph Rodt

Das größte Werk religiöser Kunst in der Pfarrkirche Marä Himmelfahrt ist die Gruppe der Kreuzabnahme. Eine plastische Darstellung der Kreuzabnahme Jesu, bestehend aus sieben Einzelfiguren. Das Werk stammt vom begnadeten Holzbildhauer Christoph Rodt, der um 1575 hier in Neuburg geboren wurde. Ursprünglich für das Kloster Roggenburg geschaffen, kam die Darstellung der Kreuzabnahme, nach einem Zwischenaufenthalt in der Schlosskapelle Neuburg, im Jahre 1989 in die Neuburger Pfarrkirche. Hier erhielt sie einen angemessenen Platz an der linken Seite des Chorraumes. Von den drei männlichen Figuren, die den Leib Jesu vom Kreuz abnehmen, wird eine Joseph von Arimathäa zugeschrieben und eine Nikodemus. Der Apostel Johannes steht am Fuße des Kreuzes, seine Mutter Maria liegt im Schmerz des Verlustes auf einem Felsen unter dem Kreuz, Maria Magdalena steht stützend hinter ihr.

Hochaltar und Seitenaltäre


Altarbild
Himmelfahrt Mariens

Rechter Seitenaltar
mit Pietà

Das Altarbild über dem neubarocken Hochaltar stellt die Himmelfahrt Mariens dar. Das Bild wurde von Johann Baptist Dollenbacher (1815-1866), einem hochbegabten Künstler aus Unterbleichen, nach einer Vorlage des italienischen Künstlers Guido Reni geschaffen. Ganz besondere Schmuckstücke der Kirche sind die beiden Seitenaltäre. Linker Hand befindet sich, eingefasst in einen Rocaillerahmen mit den typischen muschelförmig ausgeführten Ornamenten, das Bild Maria vom guten Rat. Der rechte Seitenaltar beherbergt eine ebenso beeindruckende wie anmutige Pietà. Beide stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind eine Dauerleihgabe des früheren Patronatsherrn, Baron von Aretin.

Der Geißelheiland


Geißelheiland

Beeindruckend und gleichsam nachdenklich stimmend ist auch der lebensgroße Geißelheiland, der sich im rückwärtigen Teil des Langhauses befindet. Jesus, angekettet an die Geißelsäule, die Dornenkrone auf dem Haupt, verwundet und gequält. Er verkörpert die Leiden, die Christus für die Erlösung der Menschheit auf sich genommen hat.


Der Taufstein


Taufstein aus dem
15. Jahrhundert
Der aus rotem Marmor bestehende Taufstein stammt aus dem Jahre 1475. Er ist somit älter als die Kirche selbst und ist auch das älteste Inventar in der Neuburger Pfarrkirche. Wer vor dem Taufstein steht, und um sein Alter von mehr als einem halben Jahrtausend weiß, frägt sich unwillkürlich, was wohl aus all denen geworden ist, die mit dem Weihwasser aus dem Neuburger Taufstein in die Christliche Gemeinschaft aufgenommen worden sind. Vielleicht wurde ja auch Christoph Rodt über diesem Stein getauft, und hätte so mit der Gruppe der Kreuzabnahme zwar nicht in seine Taufkirche, aber doch in seine Heimatkirche zurück gefunden.