Katholischer Kindergarten St. Leonhard - Billenhausen

Pfarramt Neuburg/Ka.
Mühlstraße 1
86476 Neuburg
Tel.: 08283/322
Fax: 08283/998327

Öffnungszeiten Pfarramt:
Di:     9:00 - 11:30
Mi:     9:00 - 11:30
Do:  15:00 - 17:30
Fr:     9:00 - 11:30

Herzlich Willkommen beim
Katholischen Kindergarten St. Leonhard in Billenhausen

Konzept 

Die Bedeutung des Konzepts

Das Konzept ist die Festlegung der Erziehungsziele und –inhalte als Rahmen für eine praktische, pädagogische Arbeit von Erziehern mit Kindern.

Im Rahmen des Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetzes (BayKiBiG), das zum 01.08.2005 in Kraft getreten ist, wurde für die pädagogischen Kräfte in den Tageseinrichtungen der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) zur Orientierung entwickelt.

Der Kindergarten unterstützt und ergänzt die familiäre Erziehung, um dem Kind die besten Entwicklungs- und Bildungschancen zu geben. Er gewährt allgemeine und individuelle erzieherische Hilfen, fördert die Persönlichkeit und soziale Verhaltensweisen. Außerdem bietet er kindgemäße Bildungsmöglichkeiten an und versucht Entwicklungsmängel auszugleichen.
Durch Zusammenarbeit von Erziehern, Eltern und Kinderärzten können rechtzeitig Entwicklungsverzögerungen und –auffälligkeiten erkannt werden.
Als zusätzliche Hilfe stehen Vorsorgeuntersuchungen, Mobile Hilfe der Schulvorbereitenden Einrichtung, Frühförderung (Logopäde, Ergotherapeut, Heilpädagoge, Psychologe) und die Psychologische Beratungsstelle zur Verfügung.

Unsere Schwerpunkte

Der religiöse Bereich ist mit dem sozialen sehr eng verbunden, denn ein Kind ist nur fähig eine Beziehung zu Gott aufzubauen, wenn es bereits eine Beziehung zu sich selbst, zu anderen und zu seiner Umwelt hat.

Wir sehen die religiöse Erziehung als ganzheitlich und versuchen sie im täglichen Miteinander erfahrbar zu machen. Für uns ist es wichtig, dass das Kind seine Gefühle bewusst erleben, ausleben und verarbeiten kann, um sich in andere einfühlen zu können.
Wir erzählen biblische Geschichten, singen christliche Lieder, beten gemeinsam und feiern kirchliche Feste.

Das soziale Lernen beinhaltet Chancen für die Kinder, im Umgang mit Konflikten eigene Erfahrungen zu sammeln, ihre Grenzen und  Möglichkeiten zu erleben. Den Kindern soll die Gelegenheit gegeben werden ihre Konflikte selbst zu lösen, mit dem Wissen, dass die Bezugspersonen da sind und zu Rate gezogen werden können.

Wichtig ist uns, dass die Kinder Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen erwerben, d. h. eigene Bedürfnisse gegenüber Kindern und Erwachsenen äußern, den eigenen Platz in der Gruppe finden. Anpassungsfähigkeit statt Angepasstheit.

Gefördert wird das Miteinander in der Kindergartengruppe durch gemeinsames feiern von Festen, Singen, Spielen und Erzählen, gegenseitiges Helfen und Verstehen.

Da Kommunikationsfähigkeit sehr wichtig ist für ein erfolgreiches Leben in unserer Gesellschaft, geben wir den Kindern Gelegenheiten für Gespräche, wie zum Beispiel im Stuhlkreis, bei Bilderbuchbetrachtung, Kinderkonferenzen usw.

Ernährungserziehung im Kindergarten

Die Hinführung der Kinder zu gesunder Ernährung ist einer unserer Schwerpunkte. Durch unsere Teilnahme an dem Projekt Tiger Kids Kindergarten aktiv*, sind wir in unserer Auffassung bestärkt worden, dass der Erwerb von ausgewogenen Ernährungsgewohnheiten eine bedeutende Voraussetzung für eine lebenslange Gesundheit ist.


Wenn das Kind in den Kindergarten eintritt, wächst sein Aktionsradius und seine Eigenständigkeit, da es sich längere Zeit außerhalb der gewohnten Umgebung und fern der vertrauten Personen aufzuhalten lernt. In diesem Lebensabschnitt steuern die Eltern das Essen und Trinken des Kindes nicht mehr allein. Das Essverhalten im Kindergarten, unterscheidet sich zum Teil von dem zu Hause. Eine Zusammenarbeit zwischen dem Kindergarten und den Eltern ist sehr wichtig, damit die Eltern unsere Arbeit unterstützen und die Wichtigkeit einer bedarfsgerechten, gesunden Ernährung ihrer Kinder erkennen, befürworten und selbstverständlich zu Hause fortführen.

Durch den „Magischen Obst- und Gemüseteller“, der den ganzen Vormittag bereit steht, wollen wir erreichen, dass die Kinder mehr Obst und Gemüse essen und dadurch von sich aus weniger zu kalorienreichen Dickmachern greifen.

Trinken ist für Kinder besonders wichtig, da ihr Körper im Vergleich zum Erwachsenen einen höheren Wasseranteil besitzt. Durch aktives Spielen und Sport benötigen Kinder mehr Flüssigkeit. Deshalb bieten wir eine  „Getränkestation“ (Apfelsaftschorle, Mineralwasser, Tee) zum kalorienarmen Durstlöschen an, an der sich die Kinder jederzeit bedienen können.

Außerdem bereiten wir einmal in der Woche, gemeinsam mit den Kindern, ein gesundes Frühstück zu, um sie bewusst an wertvolle, kalorienarme Nahrungsmittel zu gewöhnen.

Bewegungsförderung

Bewegungsförderung ist ein grundlegender Bestandteil frühkindlicher Erziehung. Kinder haben einen natürlichen Drang und Freude daran sich zu bewegen. Bewegung ist für sie Ausdrucksmittel und zugleich Grundlage ihrer Handlungsfähigkeit. In der frühen Kindheit ist Bewegung nicht nur für die motorische, sondern auch für die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung und damit für die Gesamtentwicklung von herausragender Bedeutung und zugleich von existentiellem Wert.

Unsere großzügige, räumliche Ausstattung, im Innenbereich ebenso wie in Hof und Garten, orientiert sich an den Bewegungs- und Spielbedürfnissen der Kinder.

An unseren Waldtagen haben die Kinder vielfältige Möglichkeiten zum Sammeln von Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen. Wir sind bemüht bei jeder Jahreszeit und jedem Wetter (außer bei Regen) die Kinder im Freien spielen zu lassen. In den Turnstunden wird  Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination gefördert, dabei werden durch gezielte Beobachtungen Fortschritte oder eventueller Förderbedarf erkannt.

In den Yogastunden finden die Kinder das ideale Gegengewicht zu Hetze, Stress und Kopflastigkeit der heutigen Kinderwelt. Yoga stärkt Körper, Geist und Seele. Die Kinder erhalten die Gelegenheit Ruhe und Stille in sich zu erleben und dabei zu entspannen.

Umwelt und Natur (Wissensvermittlung)

Der Ansatzpunkt für die Förderung der Kinder ist der naturgegebene Jahresablauf, die momentane Situation der Kinder bzw. der Kindergruppe, und Themen für die sich die Kinder gerade besonders interessieren. Die aktuelle Situation wird aufgenommen, entsprechend umgesetzt und weitergeführt, z.B. Löwenzahn – Wiesentag  - Gestalten der Blume.

Um all diese Sinneseindrücke zu vertiefen stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung (Information aus dem Sachkundebuch sammeln, Umsetzung durch verschiedene Techniken, wie Malen, Schneiden, Falten und Kleben).
Das Kind soll seine Umwelt mit allen Sinnen begreifen und sie als einmalig und schützenswert wahrnehmen (Tier-, Pflanzen- und Wetterbeobachtung, Experimente).
Das Umweltbewusstsein schärfen und den Umweltschutz praktizieren
( Müllvermeidung, Müllsammeln, Mülltrennung, Bedeutung des Wassers).

Zur Umwelterfahrung gehören auch regelmäßige Exkursionen in die Umgebung unseres Dorfes. Wir erkunden mit den Kindern die Struktur und die Umgebung des Dorfes, in dem sich der Kindergarten befindet. Wir gehen in den Wald, auf die Wiese und das Feld und in einige Bauerhöfe mit verschiedenen Tieren. Die Kinder erkennen dabei die Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft und Nahrungsmittelherstellung. Es findet eine Vernetzung statt zwischen Naturbeobachtung, agrartechnischen Methoden (wo und wie wächst die Kartoffel), und ökologischen Gesichtspunkten (Direktvermarktung, gesunde Nahrung).

Diese Wissenserweiterung wird unterstützt durch Hilfsmittel zur genauen Beobachtung (Lupen, Mikroskop, usw.), Sachbücher und Informationen aus dem Internet.


Quellenverzeichnis:
*Ein gemeinsames Projekt von der Ludwig Maximilian Universität München, Dr. von Haunersches Kinderspital, Stiftung Kindergesundheit, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Staatsinstitut für Frühpädagogik

Kinder unter drei Jahren
Staatsinstitut für Frühpädagogik, Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan
für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung